Oberrabnitz

Geschichte

Besitzungen

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes [Ober-] Rabnitz (villa Rebca) ist in einer Schenkungsurkunde – ausgestellt am 1. März 1279 in Neckenmarkt – zu finden. Graf Laurencius schenkt dem Kloster Marienberg um des Seelenheiles seines dort begrabenen Vaters willen das Gut Lembach und beschreibt dessen Grenzen. [1] Jozsef Stessel, kommt in seinen Anmerkungen zu den Grenzen der Gemeinde Lutzmannsburg zur Erkenntnis, dass es sich bei diesem erwähnten „Gut Lembach“ um das untergegangene Dorf ungarisch Lembach handelte, welches einen Teil des heutigen Gebietes Karl ausmachte [Karler Wald] und an das Dorf Rabza – heutiges Oberrabnitz – grenzte. [2]

Abb. 1: Urkunde ausgestellt am 1. März 1279 in Neckenmarkt; Quelle: HU-MNL-OL-Q 316 DL 1032

Die Besitzungen des Laurencius

Vor 1263 war die Burg Landsee im Besitz des Nikolaus, Sohn des Borz aus dem Adelsgeschlecht der Szák, der schon 1222 als südlicher Nachbar von Lackenbach und Weppersdorf erwähnt wird. Nach seinem erbenlosen Tod fiel die Burg an König Béla IV. zurück, der sie 1263 als Bestandteil des Komitates Lutzmannsburg an Laurencius aus dem Geschlecht Aba verschenkte. [3]

Laurencius war zu diesem Zeitpunkt Obergespan des Komitates Sopron/Ödenburg und somit dessen höchster Würdenträger, der vom König ernannt wurde und ihm unterstellt war. [4] Die Familie war in Neckenmarkt ansässig und nannte sich noch in der 2. Hälfte des 13. Jh. de Nek. von Neckenmarkt.

Gegenstand der Schenkung war das gesamte Komitat Lutzmannsburg mit der Burg Landsee. Die Schenkung wurde damit begründet, dass sich der getreue Laurencius bei verschiedenen Kreuzzügen des Königs ausgezeichnet hatte. Die Besitzungen erhielt er auf dem Tauschwege für seine, an der österreichischen Grenze des Komitates Moson/Wieselburg gelegenen Güter, die er wiederum dem früheren Besitzer Konrad von Ungarisch-Altenburg zurückgab. [5]

Zu den Besitzungen, die Laurencius übertragen wurden, gehörte auch Ungarisch-Lembach. Ausgenommen hingegen waren die adeligen Jobagionen der Burg Lutzmannsburg und der Erbbesitz Stephans, des Sohnes des Beze. Letzterer war königlicher Steuereinnehmer und hatte anscheinend mehrere Besitzungen im Komitat Sopron/Ödenburg, darunter auch die Dörfer Oberrabnitz und Karl. [6]

Ungarisch Lembach und die Dörfer Karl und Oberrabnitz

Reiche Adelsgeschlechter gründeten auf ihren Besitzungen Klöster, die sie mit Gütern reich begabten und deren Kirchen sie zu ihren Grablegen bestimmten.

Im Jahr 1195 schenkte Banus Dominicus mit Zustimmung des ungarischen Königs Béla III. dem Zisterzienserkloster Heiligenkreuz acht Besitzungen zur Gründung eines neuen Klosters. Dazu zählte auch Babaduri, das heutige Klostermarienberg, wo das Kloster dann errichtet wurde.

Die neue Zisterze entwickelte sich zu einer bedeutenden Grablege des Hochadels. Neben dem Gründer Dominicus und seinem Sohn Bors, nach dem das Kloster auch „Borsmonostor“ genannt wurde, fanden hier Angehörige weiterer bedeutender Adelsgeschlechter ihre letzte Ruhestätte. Zu den Bestatteten zählte auch der Vater des Grafen Laurencius aus dem Geschlecht Aba. Dieser erhielt 1263, wie schon erwähnt, von König Béla IV. Besitzungen der Burggespanschaft Lutzmannsburg samt der Burg Landsee. Für seine Grablege bekam die Abtei Klostermarienberg das Dorf „Ungarisch-Lembach“ geschenkt.

Im Mittelalter kamen im näheren Umkreis des Klosters noch weitere Besitzungen hinzu, darunter Oberloisdorf, Bajka (Wüstung zwischen Frankenau und Siegersdorf), Geresdorf bei Lutzmannsburg, Klingenbach, Siegersdorf, Spanfurt bei Lutzmannsburg, Angeldorf sowie das an der Landesgrenze gelegene Dorf Karl und das gegenüber von Pressburg gelegene Flantschendorf.

(Aus einer Urkunde aus dem Jahr 1410 dürfte diesbezüglich hervorgehen, dass nicht nur Ungarisch-Lembach dem Kloster Marienberg angehörte, sondern unter dem ungarischen König Sigismund auch das Dorf Karl durch Schenkung übertragen wurde. [7]) Darüber hinaus kamen noch einige weitere, im Inneren Ungarns liegende Besitzungen dazu.

Da die Verwaltung der weit entfernten Besitzungen für das Kloster zunehmend beschwerlich wurde, wurden viele davon noch im Mittelalter abgestoßen. Vor der Säkularisierung und dem Übergang in weltliche Hände umfasste die Klosterherrschaft im 16. Jahrhundert nur mehr die Orte Mannersdorf, Unterloisdorf, Oberloisdorf, Strebersdorf, Kleinwarasdorf, Minihof, Karl, Prössing, Bleigraben und Siegersdorf sowie einen Teilbesitz in Lutzmannsburg.

Einige Dörfer, darunter auch Ungarisch-Lembach, wurden noch im Mittelalter wüst. (Ein Hinweis dafür dürfte sich in der Urkunde aus dem Jahr 1421 finden. Darin wird nämlich zwischen dem „Besitz“ Lembach und dem „Dorf“ Karl unterschieden, woraus sich schließen ließe, dass Lembach zu diesem Zeitpunkt möglicherweise nicht mehr als Dorf bestand. [8])

Die Gebiete der wüsten Dörfer gingen entweder in den Hotter benachbarter Siedlungen der Klosterherrschaft über – so etwa Putzelsdorf in jenen von Kleinwarasdorf – oder wurden dem Kloster entfremdet. Das Gebiet von Ungarisch-Lembach wurde schließlich auf diese Weise in den Hotter von Karl eingegliedert. (Beide Besitzungen dürften zu diesem Zeitpunkt dem Kloster gehört haben.)

Klostermarienberg war die einzige der im burgenländisch-westungarischen Raum begüterten mittelalterlichen Zisterzen, deren Klostersitz auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes lag. [9]

Herrschaftliche Besitzungen

In einer im Jahr 1454 in Prag ausgestellten Urkunde werden zum ersten Mal die Ortschaften Oberrabnitz, Schwendgraben und Unterrabnitz erwähnt. Ladislaus Postumus, König von Ungarn, befreite darin die beiden Adeligen Laurentius von Varjuhegy und Gaspar Penkel, genannt de Alsowrepczefew (Unterrabnitz), sowie deren Besitzungen in Oberrabnitz, Unterrabnitz und Schwendgraben von der Zahlung der jährlichen Steuer – in Anerkennung ihrer treuen Dienste. [10]

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts lässt sich, wie nachfolgend angeführt, anhand verschiedener Urkunden nachweisen, dass die Untertanenhäuser von Oberrabnitz in zwei Gruppen unterteilt waren: eine größere und eine kleinere Häusergruppe. Diese gehörten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unterschiedlichen Grundherrschaften an. Nicht miteinbezogen sind hier die Mühle, die Kirche, die Schmiede, die Schule sowie zwei Halterhäusl.

Besitzer der größeren Häusergruppe

Im Jahr 1459 kam es zwischen Albrecht und seinem Vetter Christoph von Pottendorf zu einer Gütertrennung, bei der Christoph von Pottendorf unter anderem die Herrschaft Kirchschlag erhielt, einschließlich der Dörfer Oberrabnitz, Unterrabnitz und Schwendgraben. [11]

1476 verpfändete Georg von Pottendorf diese drei Dörfer um 300 Gulden an den Burghauptmann von Sopron (Ödenburg), Wilhelm Mischulbinger. [12]

Im Jahr 1500 verkaufte Friedrich von Weyssing die genannten Dörfer an Georg Baumkirchner, Freiherrn von Schlaining. Nach dessen Tod im Jahr 1501 vermachte seine Witwe Margarethe, geborene Stubenberg, die Dörfer sowie einen Teil der dortigen Mühle dem Peter Weldischhofer. [13]

1507 veräußerte Weldischhofer den Besitz an Christoph von Puchheim, Herr der Herrschaft Kirchschlag, womit die Orte nach 31 Jahren wieder in den Besitz der Burg Kirchschlag gelangten. Neun Jahre später, 1516, trat Christoph von Puchheim die Dörfer samt dem Mühlenteil an seinen Bruder Georg von Puchheim ab. [14]

Im Jahr 1528 erhielt Georg von Puchheim die Herrschaft Kirchschlag mitsamt den Dörfern Oberrabnitz, Unterrabnitz und Schwendgraben gegen eine Zahlung von 15.000 Gulden als freies Eigentum. 1546 ging Kirchschlag mit den drei Dörfern an Erasmus von Puchheim über, der bereits die Herrschaft Krumbach innehatte, wodurch beide Herrschaften in einer Hand vereint wurden. [15]

Schließlich verkaufte Erasmus von Puchheim im Jahr 1559 seinen Besitz in Oberrabnitz, Unterrabnitz und Schwendgraben an den Erzbischof von Gran, Nicolaus Oláh, der die Güter in die Herrschaft Landsee eingliederte. [16]

Im Jahr 1593 gelangten die Dörfer unter anderem durch Nicolaus Csäszár, einem Neffen des Erzbischofs Nicolaus Oláh, in den Besitz seines Schwiegersohnes Franz Dersffy, der mit Ursula Csäszár verheiratet war. Franz Dersffy, Graf von Landsee, hielt in Oberrabnitz zwei Viertelsessionen „pro curia“ für einen Edelhof. Anscheinend plante er, einen Meierhof zu errichten. Da erst fünf Jahre zuvor von Bauernflucht berichtet worden war, ist nicht anzunehmen, dass er die Höfe durch gewaltsames „Bauernlegen“ aneignete; vielmehr dürfte es sich um verödete Höfe gehandelt haben, die zur Ausweitung seiner Allodialwirtschaft eingezogen wurden. [17]

Ursula Dersffy, Tochter von Franz Dersffy & Ursula Csäszär war später mit Franz Mágócsy, dem Hauptmann von Kaschau, verheiratet.

Nach dem Tod von Franz Mágócsy im Jahr 1611 knüpfte die junge Witwe enge Beziehungen mit Nikolaus Esterházy, der zu dem Zeitpunkt bereits Schlosspfleger der Burg Landsee und somit hochrangiger Beamter in der Herrschaft Landsee-Lackenbach war. 1612 heiratet Nikolaus Esterházy die Witwe Ursula Dersffy und wird damit Ehemann jener Frau, deren Familie die Grundherrschaft in der Herrschaft Landsee-Lackenbach ausübte. Somit konnten die Esterházys im burgenländischen-westungarischen Raum Fuß fassen. [18]

Formal übernahm zunächst Nikolaus Esterházy die Herrschaft 1618 um 50.000 fl pfandweise von seiner Frau Ursula, seine endgültige Besitzeinführung erfolgte erst 1624 nach ihrem Tode.

Noch vor seinem Tod übertrug Nikolaus Esterházy 1638 die Herrschaft seinem Sohn Stefan aus der Ehe mit Ursula Dersffy, der sich am 20. September 1638 mit Elisabeth Thurzó vermählt hatte. Da Stefan Esterházy bereits 1642 verstarb, ging die Herrschaft auf die einzige Tochter seiner Ehe mit Elisabeth Thurzó, Ursula Esterházy, über. Mit päpstlicher Dispens heiratete Paul Esterházy, der zweitjüngste Sohn Nikolaus Esterházys aus dessen zweiter Ehe mit Christina Nyary, 1652 Ursula Esterházy, die Tochter seines Stiefbruders, die ihm nach der Hochzeit die Herrschaft Landsee-Lackenbach mit allen Rechten und Zugehörungen übertrug. [19]

Zur Zeit des Überganges der Herrschaft Landsee-Lackenbach an die Esterházys gehörten ihnen 22 Orte an, darunter auch Oberrabnitz (teilweise), Schwendgraben (tw) und Unterrabnitz (tw).

1713 übernahm Michael Esterházy nach dem Tod seines Vaters Paul I. Esterházy; 1721 Josef Esterházy nach dem Tod seines Halbbruders Michael Esterházy; 1721, da Josef  Esterházy ebenfalls starb führte die Amtsgeschäfte seine Frau und ihr Schwager bis 1734; 1734 übernahm Josefs Sohn Paul II. Esterházy ; 1762 Nikolaus II. Esterházy nach Tod seines Bruders Paul II. Esterházy; 1790 Sohn Anton I. Esterházy nach Tod seines Vaters Nikolaus II. Esterházy; 1794 Nikolaus III. Esterházy nach Tod seines Vaters Anton I. Esterházy; 1833 Paul III. Esterházy nach Tod seines Vaters Nikolaus III. Esterházy bis zum Revolutionsjahr 1848. [20]

Besitzer der kleineren Häusergruppe

Im Jahr 1496 erwarb Thomas Bakócz, Erzbischof von Gran, der sich später nach seinem Geburtsort Erdöd nannte, von den Ellerbachern von Eberau zahlreiche Güter, darunter auch die Besitzungen in Rabnitz und Schwendgraben. [21]

1517 gingen die vom Erzbischof Thomas Erdödy (Bakócz) erworbene Güter, einschließlich der Besitzungen im Rabnitztal, auf seinen Neffen Peter Erdödy über. [22]

1554 wird in einer Steuerkonskription des Komitates Ödenburg Niclas Jurischitz junior, aus kroatischem Adel stammend, als Eigentümer einer kleinen Herrschaft genannt. Diese umfasste Bauernsessionen in Unterrabnitz, Schwendgraben und Oberrabnitz, einen Edelhof, einen Weingarten, Ackerflächen sowie Wiesen in Unterrabnitz. Bereits zu diesem Zeitpunkt bildeten diese Besitzungen einen festen Bestandteil der Herrschaft Tabor-Unterloisdorf-Mannersdorf. [23]

1558 verkaufte Niclas Jurischitz seine Besitzanteile in Unterrabnitz, Oberrabnitz und Schwendgraben an den kaiserlichen Hauptmann Gregor Horváth von Petrinja. [24]

1569 genehmigte Kaiser Maximilian II. den Verkauf des Tabors durch Gregor Horváth von Petrinja an den Adligen Ambrosius Bejczy und dessen Sohn Gregor. In den Kauf eingeschlossen waren auch Besitzanteile in Oberrabnitz, Schwendgraben und Unterrabnitz. [25]

1574 wird Gregor Bejczy bereits als alleiniger Besitzer genannt; Gregor Horváth von Petrinja dürfte daher zwischen 1570 und 1574 verstorben sein. [26]

1593 erscheint Nicolaus Bejczy, Sohn des Gregor Bejczy, in den Steuerkonskriptionen als Besitzer einer Kurie in Unterrabnitz, des größeren Teils der Dörfer Unterrabnitz und Schwendgraben sowie eines kleineren Teils von Oberrabnitz. [27]

1600 wird anstelle von Nicolaus Bejczy die Witwe des Peter Káldy als Besitzerin genannt – sie war eine Erbtochter des Nicolaus Bejczy. [28]

Von 1603 bis 1619 wird Franz Káldy, ein Sohn des Peter Káldy, als alleiniger Besitzer genannt. [29]

Im Jahr 1622 wird erneut die Familie Káldy als Besitzer genannt. Die Káldy zählen zu einer altansässigen Adelsfamilie Westungarns und verfügten auch über Besitzungen in Oberpullendorf und Nebersdorf. Die Familie war mit anderen bedeutenden Adelsgeschlechtern versippt: Franz Káldys Schwester Susanna war mit Moises Cziráky verheiratet, und Franz Káldy sowie Georg Csömötey werden in den Quellen als Brüder bezeichnet – vermutlich Stiefsöhne derselben Mutter. [30]

Zwischen 1640 und 1644 wird Georg Csömötey als Herr des Tabors und seiner Zugehörungen genannt. Vermutlich hat Georg Csömötey in dieser Zeit die Besitzungen im Rabnitztal an Nicolaus Esterházy, den Herrn von Landsee, verpfändet. Vor 1648 dürfte die Rücklösung der Güter durch die Familie Káldy erfolgt sein, die in diesem Jahr erneut als Besitzerin aufscheint. [31]

Im Jahr 1644 markierte der Aufstand von Georg Rákóczi gegen die habsburgische Bevormundung Ungarns einen tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte des Tabors. Es kam zur Trennung des Kastells Tabor von den zugehörigen Gütern in den drei Dörfern Schwendgraben, Oberrabnitz und Unterrabnitz – ein Ereignis, das als das Ende der Kleinherrschaft Tabor bezeichnet wurde. [32]

Ursache dieser Entwicklung war die Verpfändung der Untertanen in den genannten Dörfern durch Georg Csömötey. Dieser war ein Anhänger Rákóczis und hatte sich nach dem Scheitern des Aufstandes auf dessen oberungarische Güter geflüchtet. Infolgedessen erklärte Kaiser Ferdinand III. Csömöteys Besitzungen im Jahr 1644 als Rebellengut und zog sie ein. [33]

Am 2. Mai 1644 übergab der Kaiser das Kastell Tabor gegen eine Geldzahlung dem kroatischen Adligen Oberst Johann Paraminszky und dessen Nachkommen männlichen Geschlechts. Zu dieser Übertragung gehörten auch die Besitzportionen in Unterrabnitz, Schwendgraben und Oberrabnitz, die jedoch zu diesem Zeitpunkt noch an Nicolaus Esterházy verpfändet waren. [34]

Da Paraminszky diese Verpfändung nicht aufhob und die Familie Káldy die Güter später wieder einlöste, kam es zur faktischen Teilung der Herrschaft Tabor: Beim Kastell verblieben lediglich die Allodialgründe in Unterloisdorf, während der Edelhof Unterrabnitz mit den Untertanen in den drei Dörfern fortan eine eigenständige Kleinherrschaft bildete.

Im Jahr 1652 tauschte Adam Cziráky seine Besitzungen gegen jene seiner Cousins, Franz und Stefan Káldy, in Unterrabnitz, Schwendgraben und Oberrabnitz.

Auf Adam Cziráky folgte sein Sohn Moises Cziráky, der zwischen 1674 und 1677 als Besitzer genannt wird. Die Familie Cziráky von Dönesfalva ist bis 1722 in Unterrabnitz nachweisbar.

Danach ging die Kleinherrschaft an Ferdinand Graf von Kufstein, anschließend an einen Freiherrn Sigray über.

Im Jahr 1726 verkaufte Joseph Sigray das Gut an Johann Inkey und dessen Ehefrau Maria Szegedy. In den Händen der Familie Inkey verblieb die Kleinherrschaft Unterrabnitz bis zu Beginn des 19. Jahrhundert. [35]

Im Theresianischen Urbarium von 1767 sind die Untertanen der zwei Häusergruppen namentlich angeführt. Die größere Gruppe mit 32 Häusern gehörte zu diesem Zeitpunkt der fürstlichen Herrschaft Esterházy mit Sitz in Lackenbach und die kleinere Gruppe mit 12 Häusern gehörte dem Baron Casper von Inkey mit Sitz im Kastell Unterrabnitz.

Abb. 2: Untertanen laut Theresianischen Urbarium vom Jahr 1767; Quelle: EPA, Prot. 717 (Abschrift)

Herrschaftliche Verwaltung

Im Jahr 1793 gab es in Oberrabnitz 53 Häuser, von denen 40 (größere Häusergruppe) dem Fürsten Nikolaus Esterházy, dem Besitzer der Herrschaft Landsee–Lackenbach, gehörten. Die übrigen 13 Häuser (kleinere Häusergruppe) standen im Eigentum des Barons Kaspar von Inkey, der die Kleinherrschaft in Unterrabnitz besaß. Noch im selben Jahr erwarb das Haus Esterházy durch Kauf die Anteile der Familie Inkey. Von da an unterstanden alle Untertanen in Oberrabnitz bis zur Aufhebung der Untertänigkeit im Jahr 1848 der Herrschaft Landsee–Lackenbach unter dem Fürsten Esterházy.

Abb. 3: Hotterkarte 1782, Ausschnitt; Quelle: HU-MNL-OL-S 16-118.

Die Burg Landsee

Die Burg Landsee war im Mittelalter eine der bedeutendsten Festungen im mittleren Burgenland. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 1158 im Traditionsbuch des Stiftes Göttweig, in dem ein „Gotscalcus de Landeshere“ genannt wird. Ernő Deák kommt hier zur Ansicht, dass man davon ausgehen kann, das Gotscalcus im Dienste des ungarischen Königs stand, und Landsee ungarisches Hoheitsgebiet darstellte. Da er sich „Gotscalcus de Landeshere“ nannte, kann man (vorsichtig) annehmen, dass er auch zugleich als Bauherr der Burg zu gelten hat. [36]

Mit ihren sieben Türmen hatte die Burg einen überwältigenden Eindruck hinterlassen. Ihre Wehrfunktion war nach Osten gerichtet, wodurch eine direkte Sichtverbindung zur Komitatsburg Lutzmannsburg bestand. Diese strategische Lage verlieh ihr auch im ungarischen Grenzwehrsystem große Bedeutung. [37]

Während der Türkenkriege wurde die Anlage zu einer mächtigen Festung ausgebaut. In den militärischen Auseinandersetzungen spielte sie jedoch keine zentrale Rolle. Ihre Hauptfunktion lag vielmehr darin, der umliegenden Landbevölkerung als Zufluchtsort zu dienen. Als sogenannte Kreutfeuerstelle war sie Teil eines Frühwarnsystems: Weithin sichtbare Signalfeuer warnten vor herannahenden Feinden. Aufgrund dieser Schutzfunktion wurde sie auch als Fluchtburg bezeichnet. [38]

Doch wie kam es dazu, dass diese imposante Burganlage dem Verfall preisgegeben wurde? „Dieser Frage ging der Historiker Felix Tobler nach. In seinem Beitrag „Brand der Burg Landsee“ erläutert er die Hintergründe.“ In der älteren Literatur wurden meist zwei Ereignisse als Hauptursachen genannt: eine angebliche Pulverexplosion im Jahr 1707 und ein Brand im Jahr 1772. Zwar ist ein Brand im Jahr 1707 belegt, eine Pulverexplosion lässt sich jedoch nicht nachweisen und dürfte als Legende gelten. Ebenso fehlt jeglicher Hinweis auf einen Brand im Jahr 1772. [39]

Im Jahr 1781 verfasste der Esterházysche Inspektor Paul Eötvös einen Bericht über den Zustand der Burg. Darin wurde festgehalten, dass zwar Schäden an Dächern und Fußböden bestanden und einige Gebäude als entbehrlich galten, die Anlage sich insgesamt aber noch in einem nutzbaren Zustand befand. Eine entscheidende Zäsur brachte jedoch der verheerende Brand im Jahr 1790, bei dem der Großteil der Gebäude bis auf die Mauern niederbrannte und die Burg weitgehend zerstört wurde. [40]

Bereits im 17. Jahrhundert hatte sich der wirtschaftliche und administrative Schwerpunkt der Herrschaft nach Lackenbach verlagert. Auch die militärische Bedeutung der Burg schwand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend. Ein Wiederaufbau war daher nicht mehr vorgesehen – und so blieb die Burg Landsee als Ruine dem Verfall überlassen. [41]

Abb. 4: Burg Landsee Vorderansicht 1687; Quelle: EPB, GR 1513

Das Schloss Lackenbach

Als sich im 16. Jahrhundert zeigte, dass eine effiziente Verwaltung der weitläufigen Herrschaft von der abgelegenen Burg Landsee aus kaum möglich war – und der neue Wohnstil der Renaissance den Aufenthalt in den als unkomfortabel und „barbarisch“ empfundenen mittelalterlichen Gemäuern zunehmend unattraktiv erscheinen ließ –, ließ Erasmus Teuffl zwischen 1548 und 1552 im zentral gelegenen Lackenbach ein Schloss errichten.

Dieses neue Schloss vereinte zeitgemäßen Wohnkomfort mit militärischer Zweckmäßigkeit und wurde rasch zum neuen Zentrum der Herrschaft. Durch die Errichtung von Meiereien, Mühlen und Sägewerken entwickelte sich Schloss Lackenbach bald auch zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Standort. Der Schwerpunkt der Herrschaft, die fortan Landsee-Lackenbach genannt wurde, verlagerte sich zunehmend nach Lackenbach. [42]

Im Jahr 1620 wurde das Schloss zum Schauplatz einer blutigen Schlacht an der österreichisch-ungarischen Grenze. Die Kämpfe fanden zwischen den Truppen des kaisertreuen Nicolaus Esterházy und den Streitkräften des siebenbürgischen Fürsten Gábor Bethlen statt. Erst durch das Eingreifen von General Henri Duval, Graf von Dampierre, konnte der Belagerungsring um das Schloss durchbrochen werden. Neben der vorrückenden kaiserlichen Ersatzarmee spielten auch Dampierres Reiterei und die mutig eingreifenden Bauern aus Neckenmarkt eine entscheidende Rolle bei der Entlastung der belagerten Festung.

Die Schlacht hatte nachhaltige Folgen: Nicolaus Esterházy wurde dadurch endgültig auf die Seite der Habsburger gezogen – ein Schritt, der den späteren Aufstieg seiner Familie zur führenden Adelsdynastie Ungarns mitprägte. Zwei Zeugnisse erinnern bis heute an dieses Ereignis: Zum einen ein von Esterházy im Jahr 1623 errichtetes Steinepitaph in Lackenbach, das einem gefallenen Unterführer der Bethlen-Truppen namens Tárdy gewidmet ist; zum anderen der farbenprächtige Volksbrauch des „Neckenmarkter Fahnenschwingens“, der jährlich an den mutigen Einsatz der lokalen Bevölkerung erinnert.

Nach der Zerstörung von Landsee wurde schließlich auch der Sitz des Landgerichts nach Lackenbach verlegt. Die Hochgerichtsbarkeit („Blutgerichtsbarkeit“), die zuvor von der Burg Forchtenstein aus ausgeübt worden war, war bereits im Jahr 1553 von König Maximilian II. dem Erzbischof Oláh für die Herrschaft Landsee verliehen worden. [43]

Im Juni 1787 brach in Lackenbach ein Brand aus, der das Schloss samt umliegenden Gebäuden zerstörte, dabei brannte auch der Ort fast gänzlich ab. Die meisten Räume im ersten Stock des Schlosses wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer vernichtete auch den Körner-Kasten im inneren Schlosshof samt Inhalt und die Wirtschaftsgebäude um den äußeren Schlosshof.

Das Schloss Lackenbach war nur noch Verwaltungssitz und wirtschaftliches Zentrum der Herrschaft Landsee-Lackenbach. Die Residenz des Fürsten Esterhàzy war das Schloss Eisenstadt und Stammsitz des fürstlichen Zweiges der Familie war die Burg Forchtenstein. Dieser Umstand kann mit als ein Grund gesehen werden, warum die Wiederinstandsetzung des Schlossgebäudes mehr als 20 Jahre andauerte und auch nicht im völligen, ursprünglichen Umstand erfolgete. [44]

Abb. 5: Schloss Lackenbach 1680; Quelle: EPB, GR 18

Das Kastell in Unterrabnitz

Abb. 6: Skizze Kastell Unterrabnitz 1781; Quelle: PA Fraller, Oberrabnitz, Privatarchivalien

Herrschaft Landsee-Lackenbach

Die größte Herrschaft im heutigen mittleren Burgenland war die Herrschaft Landsee. Um die Burg Landsee (castum Lanser – urkundlich erstmals 1263 erwähnt) entstand im Spätmittelalter aus dem Zusammenschluss mehrerer kleiner Burgbezirke die Herrschaft Landsee.

Der erste namentlich bekannte ungarische Besitzer vor 1263 war Nikolaus, Sohn des Borz aus dem Adelsgeschlecht der Szák. Nach dessen erbenlosem Tod schenkte der ungarische König Béla IV. das ganze Komitat Lutzmannsburg mit der Burg Landsee Laurencius aus dem Geschlecht Aba,

Da die Burg Lutzmannsburg, nach der das Komitat benannt wurde, nicht Gegenstand der Schenkung war, sollte hingegen aus dem Areal des Komitates Lutzmansburg und aus dem Gebiet in dem die Burg Landsee bereits bestand, die Herrschaft Landsee hervorgehen.

Nach der Übernahme des Komitats Lutzmannsburg machte Laurencius jedoch nicht die Burg Landsee zu seinem Herrschaftssitz, sondern nahm in Neckenmarkt, wo er bereits ansässig war, seine ständige Residenz. Neckenmarkt blieb bis 1424 Sitz der Familie, die über Generationen hinweg den Namen „de Nek“ führte.

Danach gelangte die Herrschaft sukzessive an die Mattersdorf-Forchtensteiner, die sie zeitweise an österreichische Ritter verpfändeten. Im Jahr 1445 überließ Wilhelm von Forchtenstein Landsee dem österreichischen Herzog Albrecht VI.

Die geldbedürftigen Habsburger gaben Landsee 1458 als Pfand an den Söldnerführer Ulrich von Grafeneck. Ein Jahr später saß Sigmund von Weispriach, aus einem Lungauer Geschlecht stammend, auf Landsee. Die Herrschaft fiel jedoch bald wieder an Grafeneck zurück. Nach dessen Tod übertrug der ungarische König Wladislaw II. die Herrschaft an zwei Brüder aus dem böhmischen Adel, von denen sie 1495 in das Eigentum von Ulrich von Weispriach, Sohn des Sigmunds, überging.

Nach dem Tod Ulrichs von Weispriach (1503) kam es zur „Landseer Fehde„, die die gesamte Region in Aufruhr versetzte. König Wladislaw II. von Ungarn betrachtete Landsee als heimgefallenes Lehen. Ulrichs Witwe Gertrud weigerte sich jedoch die Herrschaft herauszugeben. Die Fehde nahm den Charakter eines Kleinkrieges zwischen Gertrud und Ödenburg an. Die Herrin auf Landsee bediente sich dabei des Räuberhauptmannes Franz Magusch. Der Konflikt endete mit der Festnahme der Grundherrin, die schließlich im Gefängnis starb. Erst unter dem Habsburger König Ferdinand I. nach dessen Wahl zum König von Ungarn, konnten 1529 die Weispriach erneut mit Landsee belehnt werden.

Gertruds Sohn Hans übergab 1548 Landsee seinem Schwager Erasmus Teuffl, der in dieser Zeit auch das Schloss Lackenbach errichten ließ. Von da an konnte man von der Grundherrschaft Landsee – Lackenbach sprechen. 1553 geriet Teuffl in türkische Gefangenschaft. Da er seine bedeutende Stellung verheimlichen wollte, um die Höhe des Lösegeldes herabzudrücken, wurde er hingerichtet. Anschließenden verkauften seine Erben die Herrschaft Landsee – Lackenbach (Landsee samt seinen Siedlungen und dem neu hinzugekommenen Schloss Lackenbach) dem Erzbischof von Gran Nikolaus Oláh.

Oláh kaufte 1555 die Besitzanteile von Peter Erdödy, Herrschaft Rotenturm und mit diesen auch die kleinere Gruppe an Häusern in Oberrabnitz. 1559 kaufte er dann auch die Besitzanteile Erasmus Puchheim, Freiherrn von Raabs und Krumbach, zu denen auch die größere Häusergruppe in Oberrabnitz zählte.

Der Erzbischof legte noch 1562 testamentarisch fest, dass seine Geschwister und deren Nachkommen die Benefizien der Herrschaft bekommen sollten. Alleininhaber sollte der Sohn seiner Schwester Ursula, Nicolaus Oláh-Császár, werden. Nach ihm wurde das Dorf Kaisersdorf (Császárfalu) benannt.

Nikolaus Oláh, der bereits als Bischof von Agram enge Beziehungen zu den Kroaten unterhielt, gilt als wichtiger Förderer der Wiederbesiedlung der im Spätmittelalter verödeten Dörfer der Herrschaft durch kroatische Bauern. Teilweise hatte diese Besiedlung bereits früher eingesetzt. Als Neugründung entstand unter anderem das kroatische Dorf Weingraben.

Nikolaus Oláh-Császár, verheiratet mit der kroatischen Adeligen Anna Zluny, hinterließ eine Tochter, Ursula. Diese heiratete 1592 den ungarischen Magnaten Franz Dersffy. Deren einzige Tochter Ursula vermählte sich 1612 in zweiter Ehe mit Nikolaus Esterházy. Damit begann der Aufstieg der Familie Esterházy aus einer vergleichsweise unbedeutenden Herkunft im slowakisch-oberungarischen Raum zur führenden und mächtigsten Adelsfamilie Ungarns. [45]

Die Kleinherrschaft Unterrabnitz

Dem Rákóczi Aufstand im Jahr 1644 folgten tiefgreifende Einschnitt in der Geschichte des Tabors Unterloisdorf-Mannersdorf. Es kam zur Trennung des Kastells Tabor von den zugehörigen Gütern in den drei Dörfern Schwendgraben, Oberrabnitz und Unterrabnitz. Beim Kastell verblieben nur die allodialen Gründe in Unterloisdorf. Der Edelhof Unterrabnitz, der in dieser Zeit im Besitz der Familie Káldy war, bildete hingegen zusammen mit den Untertanen in den drei Dörfern fortan eine eigene Kleinherrschaft.

Mit einem Tauschvertrag im Jahr 1652 ging diese Kleinherrschaft Unterrabnitz de facto in den Besitz Adam Czirákys über. Rechtlich befand sie sich noch in kaiserlichem Besitz, als eingezogenes Rebellengut, wurde ihm dann aber 1657 von Kaiser Ferdinand III. geschenkt.

Der Familie Cziráky von Dénesfalva, die bis 1722 nachweisbar im Besitz der Kleinherrshaft war, folgten Ferdinand Graf v. Kufstein, dann ein Freiherr Sigray als Besitzer.

1726 verkaufte Joseph Sigray das Gut Johann Inkey und dessen Frau Maria Szegedy. Im Besitze der Familie Inkey blieb die Kleinherrschaft bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. [42]

Im Jahr 1793 erwarb Esterhàzy die 13 Inkeyischen Häuser in Oberrabnitz und gliederte sie in die Herrschaft Lackenbach ein. 1801 erwarb Esterhàzy die Besitzungen auch in Schwendgraben und Unterrabnitz. [47]

Grenzstreitigkeiten Österreich / Ungarn

Ein Dokument vom 5. Oktober 1575 behandelt einen Grenz- und Besitzstreit zwischen den Herrschaften Franz von Nádasdy (Ungarn) und Christoph von Puchheim (Österreich) im Raum Kirchschlag–Lembach. Streitpunkte sind vor allem die Nutzung eines Grundstücks in Lembach, Weiderechte, Holznutzung sowie das gegenseitige Vertreiben von Vieh und andere Übergriffe.

Im Auftrag der Kaiserlichen und Königlichen Majestät versuchen gemischt österreichisch-ungarische Kommissare den Konflikt zu schlichten. Da eine endgültige Einigung zunächst scheitert, erlassen sie einen vorläufigen Kompromiss, der bis zu einer endgültigen Entscheidung gelten soll.

Die wichtigsten Bestimmungen lauten:

  • Beide Parteien sollen weitere Übergriffe unterlassen und den Schiedsspruch anerkennen.
  • Bis zum Georgy-Tag (23. April) soll die endgültige Entscheidung durch kaiserliche Kommissare vorbereitet werden.
  • Die Bauern Puchheims müssen den gewohnten Zehent vom letzten Michaeli-Tag (29. September) an Nádasdy in Kloster Marienberg entrichten.
  • Die Wiesen des Gutes Lembach dürfen bis Georgy (23. April) ausschließlich von den Bauern Puchheims genutzt werden.
  • Die Einwohner von Karl, Kirchschlag und Lembach erhalten gleiche Rechte zur Entnahme von Brennholz aus den Wäldern; Bauholz darf nur mit Genehmigung der Beamten Nádasdys geschlagen werden.
  • Die Weiderechte werden allen beteiligten Gemeinden bis Georgy gleichermaßen eingeräumt.
  • Das Vertreiben von Vieh oder die Behinderung bei Holzgewinnung und Weidenutzung wird mit einer Strafe von fünf Talern pro Verstoß geahndet.

Das Schriftstück schließt mit der Aufforderung, den Kompromiss einzuhalten, um Frieden und eine gute Nachbarschaft zwischen den Parteien zu sichern. Es wurde am 3. Oktober 1575 in Oberrabnitz ausgestellt und von den beteiligten Kommissaren unterzeichnet. [48]

Abb. 7: Auszug aus der Vereinbarung bezüglich der Grenzstreitigkeiten Nádasdy / Puchheim in der Region Kirchschlag, Quelle: Hofkammerarchiv, Wien

Anmerkungen

[1] Lindeck-Pozza, Irmtraut: Die Urkunden von 1271 bis 1301, In: Urkundenbuch des Burgenlandes, Publikationen des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung, 2. Band, Graz/Köln: 1965, S. 127.
[2] Stessel, József: Megjegyzések a locsmándi várisánság határairól, in: Századok. A Magyar Történelmi Társulat Közönye, Jg. 33, Heft 1, 1899, S. 750.
[3] Mihalkovits, Ernst: Die Geschichte der Grundherrschaft Landsee-Lackenbach im Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, Wien: 2000, S. 10.
[4] Vgl. ebd. S. 14.
[5] Vgl. ebd. S. 58 f.
[6] Semmelweis, Karl: Kleine Mitteilungen – Wo lag die Burg Ieva?, in: Burgenländische Heimatblätter, Jg. 23, 1961, S. 240.
[7] Loibersbeck, Josef: Im oberen Rabnitztal, in: Volk und Heimat, Jg. 16 (1963), Heft 12, S. 14.
[8] Vgl. ebd. S. 14.
[9] Prickler,Harald: Die Zisterzienser als Grundherren im burgenländisch-westungarischen Raum, In: 800 Jahre Zisterzienser im Pannonischen Raum, Burgenländische Forschungen, Sonderband XVIII, Eisenstadt 1996, S. 70 f.
[10] Urkunde, 1454 VIII 23, Prag, Stadtarchiv Eisenstadt A I _ 35
[11] Prickler, Harald: Der Tabor von Unterloisdorf – Mannersdorf, in: Festschrift für Heinrich Kunnert, BF Sonderheft Band 2, Eisenstadt: 1969, S. 125.
[12] BLA, MF091 P108 Rep12
[13] Prickler, Harald: Der Tabor von Unterloisdorf – Mannersdorf, in: Festschrift für Heinrich Kunnert, BF Sonderheft Band 2, Eisenstadt: 1969, S. 125.
[14] BLA, MF091 P108 Rep12
[15] Schimetschek, Richard: Stadtbuch Kirchschlag in der Buckligen Welt, Stadtgemeinde Kirchschlag in der Buckligen Welt (Hrsg.), Kirchschlag 2018, S. 11.
[16] Prickler, Harald: Der Tabor von Unterloisdorf – Mannersdorf, in: Festschrift für Heinrich Kunnert, BF Sonderheft Band 2, Eisenstadt: 1969, S. 126.
[17] Vgl. ebd. S. 131.
[18] Tobler, Felix: Die Herrschaft Landsee-Lackenbach, In: Die Fürst Esterházyschen Herrschaften des burgenländisch-westungarischen Raumes und ihre Zugehörungen vom 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, Supplement zu den Burgenländischen Heimatblättern, Eisenstadt 2005, S. 22.
[19] Vgl. ebd.
[20] Vgl. ebd.
[21] Vgl. ebd. S. 126.
[22] Vgl. ebd. S. 126.
[23] Vgl. ebd. S. 124.
[24] Vgl. ebd. S. 127.
[25] Vgl. ebd. S. 128.
[26] Vgl. ebd. S. 128.
[27] Vgl. ebd. S. 129.
[28] Vgl. ebd. S. 129.
[29] Vgl. ebd. S. 129.
[30] Vgl. ebd. S. 129.
[31] Vgl. ebd. S. 128.
[32] Vgl. ebd. S. 131.
[33] Vgl. ebd. S. 131.
[34] Vgl. ebd. S. 131.
[35] Vgl. ebd. S. 132.
[36] Deák, Ernő: Burg und Siedlung Landsee, Oberwart: 2008, S. 22.
[37] Prickler, Harald: Burgen und Schlösser, Ruinen und Wehrkirchen im Burgenland, 2. Aufl., Wien: Birken-Verlag, 1972, S. 88.
[38] Vgl. ebd.
[39] Tobler, Felix: Brand der Burg Landsee 1790 und seine Folgen, In: Burgenländische Heimatblätter, Jg. 57, Heft 4, 1995, S. 163.
[40] Vgl. ebd. S. 166.
[41] Vgl. ebd. S. 169.
[42] Prickler, Harald: Burgen und Schlösser, Ruinen und Wehrkirchen im Burgenland, 2. Aufl., Wien: Birken-Verlag, 1972, S. 84.
[43] Vgl. ebd. S. 85.
[44] Gruber Thomas: Brand und Wiederinstandsetzung von Schloss Lackenbach 1787-1812, Mitteilungen aus der Sammlung Privatstiftung Esterházy, Eisenstadt: 2016, S. 3.
[45] Prickler, Harald: Die Herrschaften im Bezirk Oberpullendorf, in: Mittelburgenland, Burgenland Jahrbuch 1984, Eisenstadt: 1984, S. 59.
[46] Prickler, Harald: Der Tabor von Unterloisdorf – Mannersdorf, in: Festschrift für Heinrich Kunnert, BF Sonderheft Band 2, Eisenstadt: 1969, S. 132.
[47] BLA, MF091 P108 Rep12
[48] Hofkammerarchiv, Wien

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